Terrassenofen

Terrassenofen

Ein Terrassenofen spendet nicht nur wohltuende Wärme. Sein loderndes Feuer verbreitet vielmehr auch eine natürliche Atmosphäre von Wellness und Behaglichkeit. Mit einem Terrassenofen kann der Abend ausklingen, wann es gewünscht ist und nicht, wenn die Außentemperaturen und Luftfeuchte dazu zwingen.

terrassenofen

Das Wichtigste in Kürze
  • Oft sorgt ein hoher Schornstein beim Terrassenofen dafür, dass der Rauch über den Köpfen abziehen kann. So muss man nicht im Rauch stehen. Darüber hinaus vermindert ein Terrassenofen den Funkenflug.
  • Das klassische und vielfach verwendete Design des Terrassenofens ist kugelförmig mit einem „Bauch“ (s. Bild) und ist angelehnt an die südamerikanischen Aztekenöfen.
  • Terrassenöfen bestehen meistens aus folgenden drei Materialien: Gusseisen, Terrakotta oder Edelstahl. Diese Materialien sorgen dafür, dass der Terrassenofen entweder hitzebeständiger wird (größere Temperaturen), man auf ihm grillen kann oder er die Wärme besonders gut speichert.
  • Die Preise für gute Terrassenöfen beginnen ab ca. 75 €. Je nach Größe, Material und Veredelung kann dieser Preis auf bi zu 250 € steigen.
  • Befeuert werden die Öfen vor allem mit Holz. Nur zum Grillen geeignet Terrassenöfen verfügen über genügend Hitzeresistenz, um mit Grillkohle befeuert zu werden.
Darauf beim Kauf achten
  • Grundlegend sollte man mit einem dreistelligen Anschaffungspreis rechnen, damit man auch nach der ersten Saison noch etwas von seinem Terrassenofen hat.
  • Damit der neue Ofen perfekt auf die Terrasse passt und alle Personen genügend Wärme/Licht abbekommen, sollte man auf die Größe des Modells achten.
  • Welches Material soll es sein? Diese Frage muss man unbedingt beantworten, denn: Sowohl Funktionsumfang, Design und Witterungsbeständigkeit hängen von dieser Wahl ab.
  • Wie hochwertig ist die Verarbeitung und die verwendeten Materialien? Es gibt z.B. gravierende Unterschiede in der Materialstärke oder der Ausstattung der Modelle (dünne Standfüße, dünnwandige Bleche etc.).
  • Ist das ausgesuchte Modell sicher? Wie sieht es mit dem Zugang zur Brennkammer aus und ist eine hohe Standsicherheit vorhanden? Kann man sich an den Außenwänden die Finger ungewollt verbrennen oder ist die Hülle des Ofens extra abgeschirmt? 

Jede Gartenparty mit guten Freunden oder das Zusammensein mit der Familie wird erst zum Erlebnis der besonderen Art, wenn die nächtliche Kühle und aufsteigende Feuchtigkeit das Wohlgefühl nicht allmählich verschwinden lässt. Zuerst haben die wärmenden Sonnenstrahlen Körper und Geist verwöhnt, aber nun kriecht die Witterung unangenehm in die Kleidung. Außerdem fehlt das anheimelnde Licht, welches eine künstliche Beleuchtung kaum ersetzen kann. Muss die Gartenparty deshalb zu Ende sein? An dieser Stelle tritt ein schöner Terrassenofen als Wärme- und Lichtquelle auf.

Was ist ein Terrassenofen?

Öfen sind in sich geschlossene Heizquellen. Das bedeutet, dass sie über einen Brennraum verfügen. In ihm verbrennt das Heizmaterial und die Rauchgase, aber auch gefährlich schwirrende Funken werden über den Schornstein sicher angeführt. Genauso wirkt ein Terrassenofen. Auch er ist eine in sich geschlossene Feuerstätte und unterscheidet sich deshalb besonders durch zwei Merkmale von einem offenen Feuerkorb oder einer Feuerschale.

Seine Rauchgase werden erst in Höhe des Abzuges an die Umgebung abgeführt und ziehen nicht unkontrolliert in geringer Höhe über den Boden. Deshalb bleibt die Kleidung der anwesenden Personen von den Gerüchen des Feuers verschont. Fast genauso wichtig ist aber auch, dass ein Terrassenofen den unkontrollierten Funkenflug auf ein absolutes Mindestmaß einschränkt. Besonders bei lang anhaltender trockener Witterung sind offene Feuerstellen ein Sicherheitsrisiko in Sachen Brandschutz. Ein Terrassenofen schafft diese Sicherheit, indem er ungewollten Funkenflug verhindert.

Der Terrassenofen soll aber auch ein dekoratives Gestaltungselement sein. Bei bewusster und zielgerichteter Modellauswahl bereichert er das Flair auf der Terrasse und an jedem anderen Freisitz im Garten. Schon die Vorfahren der Mexikaner kannten die Vorzüge einer solchen Feuerstelle und deshalb ist der Aztekenofen eine besonders stilvolle Ausführung des Terrassenofens.
Zusammengefasst vereint ein Terrassenofen zwei äußerst nützliche Funktionen, sowie einen zusätzlichen Nutzen bestimmter Modelle unter seinem schicken Aussehen:

  • Der Terrassenofen dient als Wärmespender
  • Der Terrassenofen verbreitet eine romantische Atmosphäre durch sein natürlich loderndes Feuer
  • Ausgewählte Modelle können auch als Grill verwendet werden
Seine Vorzüge im Vergleich mit einer Feuerschale oder einem Feuerkorb bestehen in seiner Bauart als in sich geschlossene Feuerstelle.

Welche Arten von Terrassenöfen gibt es?

Terrassenöfen erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Nicht zuletzt ihre ausgezeichnete Funktionalität sowie ihre Vorzüge als geschlossene Feuerstelle im Freien haben dafür gesorgt. Einige namhafte Hersteller haben sich diesen Trend zunutze gemacht, und dementsprechend gibt es mittlerweile eine umfassende Auswahl an Modellen. Längst ist es möglich, für jedes vorhandene finanzielle Budget und auch für jedes Wohndesign den perfekt geeigneten Terrassenofen auszuwählen.

Ist die Wahl deshalb unüberschaubar? Keineswegs, und bei Beachtung einiger wichtiger Entscheidungskriterien gelangt man ziemlich schnell zu dem Terrassenofen, der seine zukünftigen Besitzer und Nutzer begeistern wird. Welche Kriterien stehen dabei jedoch an vorderster Stelle?

Design und Form des Terrassenofens

Als die ersten Terrassenöfen auf den Markt kamen, vereinte sie ein nahezu einheitliches Design. Sie standen auf drei oder vier Füßen und den Feuerraum bildete ein kugelförmiger Korpus. Dieser mündete in einen Schornstein, über den die Rauchgase in moderater Höhe an die Umgebung abgeleitet wurden. Dieses Konzept hat sich bis heute vieltausendfach bewährt, denn die daraus resultierende Bauform ist ein Zeichen rustikaler Robustheit und Kompaktheit. Mittlerweile verfügen viele Modelle über einen großen Einblick auf das lodernde Feuer, der jedoch durch die geschlossene Form des Korpus immer eingeschränkt bleiben wird.

Die Zeiten haben sich verändert und mit ihr die Philosophie vom modernen Hausbau. Vor allem junge Bauherrenschaften favorisieren heute gerade Linienführungen, Attiken, Glas und Edelstahl an ihren eigenen vier Wänden. Hier gelingt es dem klassischen und rustikalen Terrassenofen nur schwer, mit der Architektur des Hauses und der Terrassengestaltung zu harmonieren. Genannte namhafte Hersteller haben ihr Sortiment dieser neuen Bauform angepasst. Längst erfreuen sich auch Terrassenöfen im modernen Aussehen beständig wachsender Käuferzahlen. Sie zeichnen sich durch schlichte und klare Linienführungen aus, die dennoch äußerst edel wirken können. Das Grundkonzept des Feuerraumes auf Füßen oder Rollen ist erhalten geblieben und damit auch meist der schornsteinförmige Abzug. Sie sind jedoch kegel- oder trapezförmig designt, rund oder eckig gestaltet und strahlen Eleganz aus.

Diese beiden Auswahlkriterien bilden die Grundlage bei der Auswahl hinsichtlich Form und Design des ideal passenden Terrassenofens. Innerhalb jedes Kriteriums gibt es eine große Auswahl verschiedener Modelle.

Material eines Terrassenofen

Auch hinsichtlich dieser Frage ist ein kurzer Blick in die Vergangenheit lohnenswert. Wie in diesem Bericht bereits erwähnt wurde, verwendeten bereits die Vorfahren der heutigen Mexikaner einen Aztekenofen, um Wärme zu erzeugen. Sie nutzten ihn aber auch gleichzeitig als Kochstelle. Diese besondere Form des Terrassenofens ist auch heute weiterhin ein äußerst dekoratives Gestaltungselement auf der Terrasse und im Garten. Sein Korpus besteht aus Terrakotta, dem gebrannter Ton als Basismaterial zugrunde liegt. Er ist in verschiedenen Brauntönen erhältlich und seine bauchige Form gibt ihm ein attraktives Design. Das Material kann in gewissem Umfang die Wärme speichern, verträgt aber nicht die Hitze aller Brennmaterialien.

Dem Terrassenofen aus Terrakotta bleibt die Befeuerung mit Scheitholz vorbehalten. Holzkohle hingegen würde eine zu große Hitze entwickeln, die zu Rissbildungen führt. Terrakotta ist außerdem anfällig gegen Witterungseinflüsse und in deren Folge neigt das Material zum Vergrauen und zur Moosbildung. Ein Terrassenofen aus Terrakotta benötigt demzufolge, wenn er auch während seiner Nichtbenutzung im Freien verbleibt, einen relativ hohen Pflegeaufwand.

Dieses Vor- und Nachteilverhältnis haben die Hersteller bereits vor Jahren abgewogen, als sie den Terrassenofen aus Gusseisen auf den Markt brachten. Das Material ist meist schwarz brüniert oder lackiert und kann im Herstellungsprozess mit interessanten Verzierungen ausgestattet werden. Diese in Verbindung mit der bauchigen Form des gusseisernen Terrassenofens verleiht ihm ein rustikales Aussehen. Er strahlt auf der Terrasse und am Sitzplatz im Garten ein Flair von Robustheit aus.

Ein Gusseisen Terrassenofen kann die Wärme über einen gewissen Zeitraum hinweg speichern, und die Befeuerung kann auch mit Holzkohle erfolgen. Dies ist ein wichtiges Kriterium, denn manche Terrassenöfen aus Gusseisen sind mit einer Grillfunktion ausgestattet. Andererseits kann Gusseisen beim Umfallen jedoch reißen und der Ofen ist nur noch durch den Austausch der beschädigten Teile reparabel. Vor allem aber ist Gusseisen beim längeren Verbleib im Freien rostanfällig. Es lohnt sich deshalb immer, ein transportables Modell zu wählen und ihn während seiner Nichtbenutzung trocken und mit einem Schutzüberzug unterzustellen.

Der Terrassenofen auf Edelstahl ist eine ebenfalls verbreitete Kombination. Dieses Material gibt dem Terrassenofen ein modernes Aussehen, welches sich vor allem in eine neuzeitliche Haus- und Gartenarchitektur einfügt. Bei Edelstahl spielt jedoch die Qualität des verwendeten Materials eine entscheidende Rolle. Die Meinung ist weit verbreitet, dass Edelstahl nicht rosten kann. Es kann! Billighersteller verwenden dünnwandiges Material in unzureichender Zusammensetzung. Es darf zwar nach den internationalen Bestimmungen auch als Edelstahl bezeichnet werden – aber es rostet, und dies sogar häufig bereits nach kurzer Zeit. Beim Kauf eines Terrassenofens aus Edelstahl ist die Entscheidung für ein Markenprodukt vom zertifizierten Markenhersteller deshalb unerlässlich.

Dennoch – auch hochwertiger Edelstahl läuft durch die große Hitzeentwicklung bläulich an. Dies ist ein natürlicher Prozess, der jedoch die Qualität des Materials nicht verschlechtert. Der Terrassenofen aus Edelstahl kann die Wärme nur äußerst gering speichern. Das bedeutet, dass mit dem Abbrennen des Brennmaterials auch die Wärme zu Ende geht. Andererseits kühlt ein solcher Terrassenofen schneller ab und kann deshalb gefahrloser bereits kurz nach seiner Verwendung weggeräumt werden. Diese verschiedenen Aspekte sollten bei der Modellauswahl gegeneinander abgewogen werden.

Terrassenöfen Arten

MaterialBeschreibung
Terraktotta
  • Attraktives Design
  • Speichert Wärme
  • Nicht Grill geeignet
Gusseisen
  • Speichert Wärme
  • Auch als Grill geeignet
  • Rostanfällig
  • Kann beim Umkippen reißen
Edelstahl
  • Modernes Aussehen
  • Weniger rostanfällig (nur bei billigen, dünnen Materialien
  • Kühlt sehr schnell ab und kann so gut transportiert werden
  • Bei Hitzeentwicklung läuft es bläulich an

Was kostet ein Terrassenofen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Auch gibt es keine generellen Preisunterschiede zwischen den drei Bauformen von gusseisern bauchig, Terrakotta rund bis Edelstahl neuzeitlich. Vielmehr findet zwischen allen drei Formen eine Vermischung statt. Ein Terrassenofen aus Gusseisen ist bereits ab circa 75 Euro erhältlich, kann aber auch 200 Euro und mehr kosten. Einfache Terrakottamodelle sind schon für 55 Euro auswählbar und ihre Spanne reicht bis zum Designermodell für 450 Euro. Das Gleiche gilt für Terrassenöfen in moderner Bauform aus Edelstahl.

Entscheidend über den Preis ist vielmehr die Wertigkeit des Materials innerhalb der Bauform. Dies wurde beispielsweise bei der Verarbeitung von Billigedelstahl bereits genannt.

Aber auch innerhalb der Bauformen gibt es zahlreiche Unterschiede in Bezug auf das Design des Terrassenofens, der aufwendigen Verzierung des Modells sowie der Einbringung von Zusatzfunktionen wie beispielsweise einem Grill.

Generell kann jedoch gesagt werden, dass ein Terrassenofen vom zertifizierten Markenhersteller nicht in der untersten Preisklasse angesiedelt ist. Seine Nutzungsdauer und Funktionalität übertrifft die von Billigmodellen jedoch um ein Mehrfaches.

  • Preis hängt von Material und Verarbeitung ab

Einen Terrassenofen vom Markenhersteller findet man schwerlich in der Preisklasse 50 € bis 75 €. Vielmehr muss man für gutes Material, eine hohe Verarbeitungsqualität und Zusatzfunktionen wie einen Grill mehr bezahlen. Im Gegenzug erhält man allerdings einen Terrassenofen mit einer langen Nutzungsdauer und ohne Materialfehlern. Für diese Modell muss man mit 120 € bis 250 € rechnen.

[/su_list]

Womit heizt man einen Terrassenofen?

Damit ein Terrassenofen seine beiden Grundfunktionen Heizen und Licht durch Flammenbild erfüllen kann, benötigt er den geeigneten Brennstoff. Manche Terrassenöfen sind aber auch mit einer Grillfunktion ausgestattet, und hier entstehen die Unterschiede, welches Heizmaterial verwendet werden darf. Das Material des Terrassenofens ist dabei ausschlaggebend. Es muss den hohen Verbrennungstemperaturen standhalten, damit der Feuerraum nicht Risse bekommt oder völlig zerstört wird.

Trockene Holzscheite, die landläufig als Kaminholz bezeichnet werden, sind der am besten geeignete Brennstoff für alle drei Materialarten. Sie dürfen nur eine geringe Restfeuchte haben und verbrennen dann mit einer hohen Temperatur, die eine günstige Rauchabfuhr sicherstellt. Dabei entsteht ein harmonisches Flammenbild, welches jeden Benutzer in seinen Bann zieht. Trockenes Scheitholz ist also die beste Wahl, wenn der Terrassenofen durch Wärmeabgabe und mit einem lodernden Feuer für wohlige Atmosphäre sorgen soll.

Ist der Terrassenofen mit einer Grillfunktion ausgestattet, benötigt er zur Befeuerung Holzkohle. Sie verbrennt mit einer noch höheren Temperatur, erzeugt jedoch kein Flammenbild für eine Wohlfühlatmosphäre. Selbstverständlich dürfen alle Terrassenöfen mit Grillfunktion jedoch vor und nach dem Grillvergnügen auch mit Scheitholz befeuert werden. Dann erfüllen auch sie die Wärmefunktion und liefern ein harmonisches Flammenbild.

Kann man mit einem Terrassenofen grillen?

Erlaubt ist, was der Hersteller des Terrassenofens zugelassen hat. Bei Modellen, die mit einem Grill ausgestattet sind, hat der Hersteller diese Funktion bereits eingearbeitet. Diese Terrassenöfen sind getestet worden, ob sie den hohen Verbrennungstemperaturen der Holzkohle standhalten. Deshalb gibt es kaum Terrassenöfen mit Grillfunktion, die aus Terrakotta bestehen. Dieses Material kann reißen.

  • Darum reißt Terrakotta Terrassenofen beim Grillen

Das Material Terrakotta ist bei stark unterschiedlichen Temperaturen sehr anfällig für Risse. Dazu trägt die sog. „partieller Ausdehnung“ des Materials bei. Dabei dehnt sich die im Material befindliche Feuchtigkeit stark aus und lässt das Terrakotta springen. Vor allem beim Grillen entstehen so hohe Temperaturen, dass das Terrakotta nicht standhalten kann.

Grillfans sind jedoch erfinderisch und versuchen häufig, ihren Terrassenofen mit einem eigenen Grill nachzurüsten. In Modellen aus Gusseisen oder Edelstahl ist dies oftmals möglich. Hier spielt jedoch die Größe des Ofens eine wesentliche Rolle. Die Verbrennung von Holzkohle erfordert eine besonders hohe Sauerstoffzufuhr, die in kleinen Modellen häufig nicht vorhanden ist. Das Entzünden des Grills wird deshalb zum Geduldsspiel. Ein kleiner Brennraum lässt aber auch sehr wenig Spielraum bei der Menge des Grillgutes. Kleine Terrassenöfen aus Gusseisen oder Edelstahl sind deshalb für die Grillparty ab drei Personen äußerst unrentabel.

Worauf muss man beim Kauf eines Terrassenofens achten?

Um den richtigen Terrassenofen auszuwählen lohnt es sich, verschiedene Kriterien gegeneinander abzuwägen und miteinander zu vergleichen. Prinzipiell gilt jedoch eines – ein Schnäppchenkauf nur aufgrund des niedrigen Preises führt fast immer zu späterer Kaufreue. Erst bei der Benutzung stellt sich heraus, dass ein solcher Terrassenofen nicht alle gewünschten Funktionen erfüllt oder von schlechter Qualität ist. Welche sind jedoch die entscheidenden Kriterien?

An erster Stelle steht die Größe des gewünschten Terrassenofens. Sie orientiert sich daran, wie groß der Sitzplatz ist, den er beheizen und Licht spenden soll. Diese Überlegung betrifft nicht nur die Dimension des Ofens und die Größe seines Feuerraumes, sondern auch seine Optik. Ein überdimensionierter Terrassenofen dominiert eine nur winzige Terrasse, aber ein kleines Modell kommt auf der 10-Personen-Terrasse nicht zur Geltung.

Das zweite Kaufkriterium bezieht sich auf die Materialbeschaffenheit und Witterungsbeständigkeit. Beide stehen in engem Zusammenhang mit der Wahl des Heizmaterials. In einem vorangegangenen Kapitel wurde bereits Bezug darauf genommen, dass Terrassenöfen aus Terrakotta nahezu ausnahmslos nicht zum Grillen verwendet werden dürfen. Ist die Grillfunktion gewünscht, kommt also nur ein gusseiserner Ofen oder ein solcher aus Edelstahl infrage. Das Thema Materialauswahl steht aber gleichzeitig auch im Zusammenhang mit der Frage nach dem Design. Als Beispiel soll eine neuzeitliche Architektur genannt sein: Hier fügt sich ein rustikaler Terrassenofen aus Gusseisen nur selten harmonisch ein.

Es kämen also nur Öfen aus Terrakotta oder Edelstahl in die engere Wahl. Ist nun gleichzeitig eine Grillfunktion gewünscht, verbleibt als günstige Materialvariante der Terrassenofen aus Edelstahl.

Nachdem die Größe des Terrassenofens feststeht und auch die Frage nach dem Material geklärt ist, lohnt es sich, Modelle dieses Typs miteinander zu vergleichen. Es gibt gravierende Qualitätsunterschiede. Billige Modelle sind häufig nur mit dünnen Standfüßen ausgestattet, welche die Standsicherheit gefährden. Terrassenöfen vom zertifizierten Markenhersteller sind zwar meist etwas kostenintensiver in der Anschaffung. Sie erfüllen jedoch besser die in sie gesetzten Erwartungen.

Terrassenöfen sind Feuerstellen, bei denen auch die brandschutztechnische Sicherheit eine Rolle spielt. Ihr Brennraum sollte einen Mindestabstand zum Boden von mindestens 35 cm haben und eine Tür oder Glasscheiben muss das Herausfallen der Glut verhindern.

Übersicht Kaufkriterien Terrassenofen:

  • Größe des Terrassenofens hinsichtlich Heizvermögen und Design
  • Materialauswahl und Witterungsbeständigkeit
  • Auswahl hinsichtlich einer zusätzlichen Grillfunktion
  • Verarbeitung
  • Sicherheitsaspekte

Die besten Terrassenöfen

GUSS Terrassenofen von Jago Fireplace inkl. Schürhaken

Bei diesem Modell handelt es sich um einen traditionellen Terrassenofen, der größtenteils aus schwarz-braunem Gusseisen besteht. Sein Feuerraum misst 43 Zentimeter und sein Abzugsrohr stellt bei einer Gesamthöhe von 108 Zentimetern einen zuverlässigen Rauchabzug sicher.

Drei stabile Standfüße geben ihm eine zufriedenstellende Bruch- und Kippsicherheit. Er besitzt zwei seitliche Tragebügel und kann von zwei Personen bequem weggeräumt werden.

Seine Feueröffnung ist mit einem Schutzgitter ausgestattet, sodass die Gefahr durch herausfallende Glut auf ein Mindestmaß eingeschränkt wird.

Der GUSS Terrassenofen Fireplace wird als Bausatz geliefert und ist nach circa einer Stunde Montagezeit einsatzbereit. Dazu gehört jedoch etwas handwerkliches Geschick und manche Käufer beklagen eine ungenügende Passgenauigkeit. Insgesamt gesehen ist dieser Terrassenofen jedoch eine solide Anschaffung zum günstigen Preis.

Terrassenofen Santa Reno Gusseisen von Primrose in schwarz

Dieser gusseiserne Terrassenofen basiert zwar auf dem Grundkonzept der althergebrachten, kugelförmigen Terrassenöfen mit Schornstein. Der Hersteller Primrose hat ihn jedoch sowohl in seiner Oberflächengüte als auch in seiner Funktionalität weiterentwickelt. Deutliches Zeichen dieser Innovation sind der herausziehbare Grillrost sowie seine deutliche Gewichtsreduzierung auf lediglich 20 Kilogramm.

Der Terrassenofen Santa Reno misst an seiner breitesten Stelle 45 Zentimeter und bei 122 Zentimetern Gesamthöhe werden die Rauchgase sicher abgeleitet. Er ist mit zwei Tragegriffen ausgestattet und brandschutztechnische Sicherheit wird durch eine vergitterte Sicherheitstür umgesetzt.

Dieser Terrassenofen wird als Bausatz geliefert und kann trotz der von Gussprodukten bekannten, gelegentlichen Passungenauigkeit schnell aufgebaut werden. Käufer loben besonders seine intensive Wärmeabgabe.

Terrassenkamin Stahl von Outdoor Living

Dieser Terrassenofen aus Stahl eignet sich durch sein neuzeitliches Design für Terrassen und Sitzplätze junger Architektur. Er fügt sich aber auch genauso in ein rustikales Umfeld harmonisch ein.

Das Modell steht auf drei Füßen und sein runder Brennraum von 45 Zentimetern Durchmesser verjüngt sich konisch nach oben. Er ist rundum von Funkenschutzgittern umgeben, sodass das lodernde Feuer von allen Seiten betrachtet werden kann. Der Brennraum ist ausreichend groß, sodass handelsübliche Kaminholzscheite darin Platz finden. Den Abschluss des 120 Zentimeter hohen Terrassenofens bildet ein runder Schornstein mit Ziermanschette. Mit nur 9,5 Kilogramm Gesamtgewicht ist dieser Terrassenofen außerordentlich leicht, sodass er problemlos weggetragen und witterungssicher untergestellt werden kann.

Eine weitere Attraktion ist sein integrierter Grillrost. Demzufolge kann er auch mit Holzkohle befeuert werden.

Der Bausatz in kurzer Zeit montiert. Käufer bemängeln lediglich die moderate Rostanfälligkeit dieses insgesamt gelungenen Terrassenofens. Er zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Wärmeabgabe aus. Findige Käufer haben ihm ein Ofenblech zum Unterlegen verabreicht sowie ein stehendes Blech, um Pflanzen vor der enormen Hitzeabgabe dieses Terrassenofens zu schützen. Alle Aspekte vom Design bis hin zur dreifachen Funktionalität einbezogen ist dieser Terrassenofen eine sehr gute Kaufentscheidung.

Bildquelle: © leopold – Fotolia.com

Categories: Feuerstelle Garten

Kommentar schreiben

Ihre Email-Adresse wird nicht angezeigt
Benötigte Felder sind markiert*