Schwedenofen

Das flackernde und knisternde Feuer von einem Schwedenofen verbreitet in der kälteren Jahreszeit oder an kühleren Abenden wohlige Wärme und eine urgemütliche Atmosphäre in jeder guten Stube. Mit ihrem individuellen Design sind Schwedenöfen ein Schmuckstück, das als eindrucksvoller Blickfang die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Schwedenöfen laden zu einem entspannten Aufenthalt im Wohnzimmer ein und sind daher ein von Familienangehörigen und Freunden gerne aufgesuchter Treffpunkt.

Was ist ein Schwedenofen?

Ein Schwedenofen ist ein Kaminofen, der über ein separates Ofenrohr an den Schornstein angeschlossen wird. Da Schwedenöfen nicht in eine Wand eingebaut sind, ermöglichen sie eine Installation an einem beliebigen Standort in Kaminnähe.

Schwedenöfen können in Wohngebäuden als vollwertige Heizung eingesetzt werden oder aber das Haupt-Heizungssystem ergänzen. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise von Schwedenöfen ist auch ein nachträglicher Einbau ohne allzu großen Aufwand möglich.

  • Woher stammt die Bezeichnung Schwedenofen?

Kaminöfen werden als „Schwedenofen“ (auch „skandinavische Öfen“) bezeichnet, da sich die ersten in Deutschland verwendeten Öfen ähnlicher Bauart an skandinavischen Vorbildern orientierten. Die ersten Schwedenofen-Modelle glichen allerdings eher mit Stahlblech verkleideten Feuerstellen.

Vorteile des Schwedenofen

Die Vorteile eines modernen Kaminofens liegen in

  • der Schaffung einer angenehmen Wohnatmosphäre,
  • der Möglichkeit eines Einsatzes als vollwertige oder als ergänzende Heizung,
  • einer hohen Heizungseffienz,
  • einer schnellen und zugleich langandauernden Wärmeabgabe,
  • einem geringen Aufwand bei der Installation und
  • in der Ofen-Mobilität, die eine Standortverlagerung z. B. anlässlich eines Wohnungswechsels erlaubt.

Wie funktioniert ein Schwedenofen?

Das verwendete Heizmaterial

Als Heizmaterial können in Schwedenöfen fossile oder biogene Brennstoffe eingesetzt werden. Überwiegend wird Brennholz verwendet, mit dem sich Wirkungsgrade von 80 Prozent erreichen lassen. Möglich ist aber auch eine Heizung mit Holzbriketts, Holzpellets und Bioethanol.

Schwedenofen: Kombination von Wärmestrahlung und Konvektionswärme

Kaminöfen geben ihre Wärmeenergie teils durch Wärmestrahlung, teilweise aber auch durch Konvektion ab.

Wärmestrahlung
Der überwiegende Teil der von einem Schwedenofen ausgehenden Wärmeenergie wird durch elektromagnetische Wärmestrahlung freigesetzt: Schwedenöfen erhitzen sich während des Brennvorgangs und geben daraufhin Strahlungswärme an die Umgebung ab. Gegenstände, auf die diese Strahlung trifft, werden erwärmt.

Strahlungsöfen sind mit massiven Materialien wie Kacheln, Speckstein oder Schamottstein ausgestattet, die Wärme leiten und für eine längere Zeit speichern. Die Speicherkapazität der eingesetzten Materialien entscheidet über die Zeitdauer, über die hinweg ein Kaminofen Strahlungswärme abzugeben vermag. Technisch möglich ist eine Wärmeabgabe über mehr als 30 Stunden. Nachteil: Wegen ihrer massiven Außenhaut sind reine Strahlungsöfen nicht zur kurzfristigen Erwärmung von Räumen geeignet.

Konvektionswärme
Die Raumerwärmung durch Konvektion erfolgt mittels Luftströmung. Konvektionsöfen sind Warmluftöfen, die ihre Wirkung nicht durch Erhitzung der Außenhülle entfalten, sondern ihre Wärme durch aus dem Brennraum ausströmende Luft in die Raumluft abgeben.

Die Erwärmung der Raumluft durch Konvektionsöfen erfolgt rasch: Gerade in witterungsbedingten Übergangszeiten, in denen die Hauptheizung noch nicht eingesetzt werden muss, schaffen Konvektionsöfen in kurzer Zeit angenehme Raumtemperaturen. Konmvektionsöfen gewährleisten aber auch bei frostigen Außentemperaturen eine effiziente Raumerwärmung.

Allerdings verfügen Konvektionsöfen auch über einen nicht unerheblichen Nachteil: Die aus einem Konvektionsofen ausströmende Wärme erzeugt im Wohnraum Luftbewegungen, durch die Staub und andere Kleinstpartikel aufgewirbelt werden. Dies kann insbesondere bei Allergikern gesundheitlichen Beeinträchtigungen auslösen.

Fazit: Kaminöfen verbinden beide Grundprinzipien der Wärmeabgabe
Ein Schwedenofen vereinigt beide Grundprinzipien der Wärmeabgabe: Durch Lüftungsschlitze geben Schwedenöfen rasch Konvektionswärme ab, während die Außenhaut der Kaminöfen langanhaltend Strahlungswärme abgibt.

Der Aufbau eines Schwedenofens

Anders als offene Kamine verfügen Schwedenöfen – abgesehen von den Lufteintritts-Öffnungen – über eine geschlossene Brennkammer. Die weitentwickelte Verbrennungstechnik stellt einen umweltschonenden Verbrennungsvorgang sicher. Schwedenöfen bestehen aus einem Kern aus Stahlblech oder Gusseisen und sind mit einer bis zu etwa 700 °C hitzebeständigen Glasscheibe ausgestattet, durch die freie Sicht auf den Feuerraum besteht. Die Verkleidungen aus Edelstahl, Granit, keramischen Ofenkacheln, Marmor oder Speckstein werden den individuellen Ansprüchen an die Wärmespeicher-Kapazität und die ästhetische Gestaltung eines Ofens gerecht.

Feuerfeste Bodenplatten aus Metall, Glas oder Keramik schützen empfindliche Fußböden vor Beschädigungen durch Funkenflug oder durch zu  Druckbelastung. Die besten Modell verfügen desweiteren über ein Backfach und ein Fach zur Holzlagerung.

Was Sie vor der Anschaffung eines Schwedenofens wissen sollten

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Schornsteinfeger, ob die Installation eines Kaminofens in dem von Ihnen vorgesehenen Wohnraum möglich ist. Der Schornsteinfeger wird den Schwedenofen nach der Installation abnehmen und zum Betrieb freigeben müssen. Darüber hinaus wird der Kaminkehrer einmal jährlich Schornstein und Schwedenofen auf ihre ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit überprüfen. Im Umkehrschluss entstehen also auch durch den Betrieb laufende Kosten.

  • Stauballergie? Dann besser auf Schwedenofen verzichten!

Wer unter einer Stauballergie leidet, der sollte beim Erwerb eines Schwedenofens Vorsicht walten lassen, da die von einem Kaminofen verstärkte Luftzirkulation die Raumluft austrocknet und Staub aufwirbelt.

Machen Sie sich Gedanken über Form, Größe und Verarbeitungqualität (eigentlich Preis) des Schwedenofens. Daraus resultiert natürlich der benötigte Heizleistung und letztendlich das Budget, dass man für den Erwerb einplanen sollte.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Schwedenofens sind Ihr Heizungsbedarf sowie die ästhetischen Ansprüche, die ein Schwedenofen nach Ihren Vorstellungen erfüllen soll. Zum Beispiel ermöglichen mit Speckstein verkleidete, hochwertige Schwedenöfen eine lange Wärmespeicher-Dauer.

Berücksichtigen Sie bei der Kostenkalkulation nicht nur den Verkaufspreis eines Schwedenofens, sondern auch die für den Aufbau und den Schornstein-Anschluss des Ofens benötigten Aufwand und damit einhergehende Kosten.

Welches Holz eignet sich für den Betrieb eines Schwedenofens am besten ?

Nur unbehandelte Hölzer sind für Heizzwecke zugelassen

Nicht jedes hölzerne Brennmaterial ist für den Betrieb eines Schwedenofens geeignet. So dürfen Pressspan sowie lackierte oder chemisch bearbeitete Hölzer nicht in einem Kaminofen verbrannt werden, da hierbei zur unkontrollierten Freisetzung umweltschädlicher Giftstoffe kommt. Grundsätzlich dürfen alle unbehandelten Hölzer in einem Schwedenofen verwendet werden. Dabei zeichnen sich Buchen- und Eichenholz durch eine besonders lange Brenndauer aus. Schnell entflammbares Kiefernholz fördert die rasche Entwicklung des Feuers während der Anzündphase.

Nur ausreichend trockenes Holz verwenden

Für das Heizen ist jedoch nur trockenes Holz mit einem Restfeuchtegehalt von  maximal 20 Prozent geeignet. Eine ausreichende Trocknung setzt voraus, dass das geschlagene Holz in Scheite zerteilt und vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt gelagert wird. Eine ausreichende Trocknung erfordert gewöhnlich eine mindestens sechsmonatige Lagerung. Wer also im Winter einen Schwedenofen betreiben möchte, der benötigt Brennholz, das bereits in den Sommermonaten geschlagen und dann zwecks Trocknung fachmännisch gelagert wurde.

  • Gründe für Rußablagerungen

Wenn sich nach einiger Betriebszeit des Schwedenofens schwarzer Ruß an der Rauchrohr-Innenseite ablagert, dann kann dies entweder an zu feuchtem Brennholz oder an einer zu geringen Luftzufuhr im Schwedenofen liegen.

Wie wird ein Schwedenofen für den Betrieb vorbereitet?

Vor dem Entzünden des Brennofen-Feuers sollte die Ascheschublade geleert sein. Die Primärluftzufuhr, die meistens durch die Ascheschublade und den Rost erfolgt, muss geöffnet sein. Ein auf den Rost gelegter Anzünder (z. B. ein Grillanzünder) wird dann mit einigen kleineren Holzstäben beschichtet. Solche Holzstäbchen sind im Handel sackweise erhältlich. Zwischen den einzelnen Hölzern sollte etwas Abstand verbleiben, um eine optimale Luftzufuhr zu gewährleisten. Über die Holzstäbchen werden an der Ofen-Rückwand größere Holzscheite geschichtet.

Wie erfolgt das Anzünden von Brennholz im Schwedenofen?

Der unter den aufgeschichteten Hölzern befindliche Anzünder wird entweder mit einem langen Kaminholz oder mit einem Stabfeuerzeug entzündet. Für den Erfolg des Feuermachens ist entscheidend, dass sich bereits beim ersten Anzündvorgang ausreichend Glut entwickelt.

Bis das Feuer nachhaltig brennt, kann es zweckmäßig sein, zusätzlich zur Primärluftzufuhr für eine verstärkte Sauerstoff-Versorgung dadurch zu sorgen, dass die Tür des Schwedenofens ein wenig offen stehen gelassen wird. Auch mittels einer sogenannten „Sekundärluft“- oder „Tertiärluft“-Versorgung lässt sich die für den Verbrennungsvorgang zur Verfügung stehende Luftmenge regulieren.

Was ist Primärluft, Sekundärluft und Tertiärluft?

Die Primärluft wird gewöhnlich von unten über den Ascheraum und den Feuerrost zum Feuer geführt. Bei der Holzverbrennung eignet sich die Primärluft regelmäßig nur während der Anzünd-Phase. Bei einigen Schwedenofen-Modellen und beim Heizen mit Holzbriketts ist allerdings eine ständige Primärluft-Zufuhr erforderlich. Nähere Auskünfte hierzu gibt die jeweilige Bedienungsanleitung.

Die Sekundärluft wird bei nahezu allen Schwedenöfen hinter das Brennkammer-Fenster geleitet. Die Zufuhr der Sekundärluft wird über einen Schieber geregelt, der sich meist oberhalb der Glasscheibe oder neben der Ascheschublade befindet.

Einige Schwedenöfen verfügen außerdem über eine sogenannte Tertiärluft-Zufuhr. Dabei wird den Flammenspitzen über Luftlöcher auf der Ofenrückseite, die sich etwa 20 bis 30 Zentimeter oberhalb der Bodens des Brennraums befinden, zusätzliche Luft zugeführt. Die Tertiärluft-Zuführung sorgt für ein besonders vollständiges Ausbrennen des Brennholzes, so dass sich weniger Ruß bildet und sich niedrigere Emissionswerte ergeben.

Was ist beim Betrieb eines Schwedenofens zu beachten?

Die Regulierung der Luftzufuhr

Wenn das Holz (nach etwa zehn Minuten) richtig brennt, kann die Primärluft-Zufuhr geschlossen und die Flammenhöhe nunmehr mit der Sekundärluft reguliert werden. Sollten sowohl Erst- als auch Sekundärluft vollständig geschlossen werden, so brennt das Holz nur unvollständig ab. Außerdem kann es zu Teerbildungungen und Geruchsbelästigungen kommen. Einen effektiven Verbrennungsvorgang erkennen Sie an der Bildung weißer Ascherückstände.

Wann sollte Holz nachgelegt werden?

Holz sollte erst dann wieder nachgelegt werden, wenn sich im Schwedenofen nur noch Glut befindet und keine gelblichen Flammen mehr sichtbar sind. Auf die Glut gelegtes Holz wird sich rasch entzünden. Dieser Entzündungsvorgang lässt sich durch kurzzeitige Primärluft-Zugabe beschleunigen.

Wieviel Brennholz benötigt ein Schwedenofen?

Die eingesetzte Holzmenge sollte an den tatsächlichen Wärmebedarf eines Wohnraumes angepasst sein. Eine kostspielige und körperlich unangenehme Überhitzung der Raumluft ist zu vermeiden. Ein 6-kW-Ofen benötigt maximal 2 Kilogramm Brennholz pro Stunde.

Vorüberlegungen: Bevor Sie einen Schwedenofen auswählen

Schwedenöfen eignen sich nicht für jede Wohung

Zu bedenken ist, dass Schwedenöfen nicht für jede Wohnung geeignet sind. Für mit einer Belüftungsanlage ausgestattete Gebäude kommt ein Schwedenofen nicht in Betracht. Auch für sehr kleine Räume (mit weniger als zwölf Quadratmetern Grundfläche) ist ein Schwedenofen nicht geeignet. Gerade in älteren Häusern (beispielsweise in Fachwerkhäusern) kann es bei der Aufstellung eines Schwedenofens zu statischen Problemen kommen, da Schwedenofen ein hohes Eigengewicht besitzen (oft 150 bis 250 Kilogramm oder mehr). Lassen Sie sich zu den statischen Verhältnissen Ihrer Wohnung von einem Architekten oder einem Statiker beraten.

  • Gewicht des Schwedenofens nicht unterschätzen!
Vor dem Kauf eines Schwedenofens sollten Sie mit einem Fachmann besprechen, ob für den in Betracht gezogenen Kaminofen eine ausreichende Tragfähigkeit des Untergrunds gegeben ist. Zweckmäßig ist eine Abstimmung mit dem Schornsteinfeger, ob der angedachte Schwedenofen an den vorhandenen Kamin angeschlossen und später auch tatsächlich in Betrieb genommen werden kann.

Der richtige Standort für einen Schwedenofen

Der Standort eines Kaminofens innerhalb eines Wohnraumes muss mit Bedacht gewählt werden. Es kommt insbesondere auf einen ausreichenden Abstand von brennbaren Materialien an (z. B. von Möbeln und Tapeten). Bei einem wärme- oder gewichtsempfindlichen Untergrund ist eine ausreichend große Fußbodenplatte erforderlich.

Wie hoch sollte die Heizleistung eines Schwedenofens sein?

Die Heizleistung des Kaminofens sollte keinesfalls zu hoch ausgelegt sein: Moderne Wohnhäuser erfordern eine immer geringere Heizungs-Wärmeleistung. Für ein in den 1970er Jahren erstelltes Wohnhaus werden für einen Wohnraum mit einer Grundfläche von 50 m² etwa 5 kW Wärmeleistung in der Stunde (bei minus 12 °C Außentemperatur) bzw. 2,5 kW (bei 0 °C Außentemperatur) benötigt. Heute errichtete Immobilien benötigen nur noch knapp 2 kW bzw. 1,0 bis 1,2 kW je Stunde. Auf diesen Bedarf sollte die Wärmeleistung eines Schwedenofens abgestimmt werden, um eine Wohnraumüberheizung zu vermeiden.

Die Temperatur anderer Räume, die in üblichem Umfang beheizt werden, empfinden Hausbewohner bei Überheizung des mit einem Schwedenofen ausgestatteten Raums schnell als deutlich zu kalt. Oft wird dann die Temperatur in diesen als zu kühl wahrgenommenen Räumen „hochgedreht“. Die Gesamtheizkosten steigen dann schnell an, obwohl doch der Schwedenofen ursprünglich auch eine Heizkostenersparnis aufgrund des kostengünstigen Brennmaterials erbringen sollte. Wer einen Schwedenofen erwerben möchte, der sollte sich daher vor dem Kauf gründlich beraten lassen.

Die Leistungsfähigkeit des Kamins berücksichtigen

Zudem muss der Schwedenofen auf die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Kamins ausgelegt sein. Ein Durchmesser des Rauchrohres im Schornstein von bis zu etwa 18 Zentimetern gewährleistet einen ausreichenden Zug. Bei ungenügend ziehendem Kamin besteht die Gefahr, dass Rauchschwaden in dem Wohnraum verbleiben, in dem der Schwedenofen aufgestellt wurde.

Schlechtes Zugverhalten des Schwedenofen in den Griff bekommen

Allgemein verschlechtern Schornsteine mit einem Innenrohrdurchmesser von über 20 Zentimetern und einer Schornsteinhöhe von unter 5 Metern das Zugverhalten eines Kamins deutlich.
Um bessere Zugverhältnisse zu erreichen, kann der oben am Schwedenofen befindliche Ofenrohr-Anschluss für die Montage eines senkrecht aufwärts führenden Ofenrohres genutzt werden, das erst nach 70 bis 150 Zentimetern im rechten Winkel zum Schornstein abknickt. Bei fehlendem Zug bewährt es sich zuweilen, die kalte Luftsäule im Schornstein durch ein mit Papier angefachtes Feuer zu erwärmen und erst anschließend Holz nachzulegen.

An den erforderlichen Lagerplatz für das Brennholz denken

Erforderlich sind nicht zuletzt ausreichende Lagermöglichkeiten für das zum Betrieb eines Schwedenofens erforderlich Brennmaterial. Für eine Heizperiode sollten drei bis fünf Raummeter Kaminholz bereitgehalten werden, wenn der Schwedenofen während der kalten Jahreszeit regelmäßig beheizt werden soll. Wer ein Einfamilienhaus ausschließlich mit Kaminholz beheizen möchte, der sollte zehn bis 15 Raummeter für sein Brennholz reservieren. Dies entspricht einem ungefähr fünf bis sieben Meter langen und zwei Meter hohen Stapel aus Holz-Meterstücken. Sollte das Brennholz vom Händler nicht bereits vorkonfektioniert sein, so ist zusätzlich ein Platz erforderlich, an dem das angelieferte Holz gespalten werden kann.

Alternative Brennmaterial: Holzbrickets

Wer Platz sparen will, der kann auch auf industriell gefertigte Holzbriketts zurückgegreifen, die über einen Heizwert zwischen 4,2 und 5,0 kW/h je Kilogramm verfügen. Der gute Heizwert von Holzbriketts ist auf eine hohe Verdichtung der enthaltenen Holzspäne und auf eine Restfeuchtigkeit von gewöhnlich unter 10 Prozent zurückzuführen. Allerdings muss der Schwedenofen-Besitze bei Verwendung von Holzbricketss höhere Brennstoffkosten einzukalkulieren.

Wie Sie einen Schwedenofen sicher betreiben

    • Halten Sie die Brennkammer Ihres Schwedenofens stets verschlossen.
    • Kaminöfen sollten in einer Raumecke oder an einer Wandstelle stehen, durch die keine elektrischen Leitungen verlaufen.
    • Der Schwedenofen muss sich in ausreichender Entfernung von brennbaren Einrichtungsgegenstände wie Teppichen oder Möbelstücken oder von Wänden befinden. Bei doppelwandigen Konvektionsöfen genügt meist ein Abstand von 20 bis 30 Zentimetern. Zu einwandigen Ofenteilen (z. B. Rauchrohr oder Backofenplatte) sind Sicherheitsabstände zwischen 40 und 60 Zentimetern einzuhalten. Fragen zu den gebotenen Abständen beantwortet der Schornsteinfeger.
    • Wenn der Bodenbelag nicht aus Fliesen oder anderen unempfindlichen Materialien besteht, dann sorgt eine unter dem Schwedenofen platzierte Bodenplatte z. B. aus Metall für Sicherheit. Die Bodenplatte sollte mindestens 50 Zentimeter des Bodens vor dem Ofen abdecken. Seitlich des Kaminofens sind jedenfalls 30 Zentimeter Abdeckung simnnvoll.

Wie teuer ist ein Schwedenofen?

Zwar sind manche Schwedenofen-Modelle z. B. in Baumärkten bereits für einige hundert Euro erhältlich. Dies zumeist aus fernöstlicher Produktion stammenden Kaminöfen weisen jedoch häufig erhebliche Qualitäts- und Sicherheitsmängel auf. Qualitativ gute Schwedenöfen sind zu Preisen ab 1.500 bis 2.000 Euro verfügbar. Hochwertigere Öfen, die eine gute Ummantelung z. B. mit Speckstein besitzen und damit eine ausgezeichnete Wärmespeicherungs-Kapazität sicherstellen, kosten etwa zwischen 2.500 und 3.500 Euro.

Kriterien für die Auswahl eines Schwedenofens

Einen Schwedenofen kauft man sicherlich nicht im Vorbeigehen, sondern muss intensiv recherchieren. Gerade die individuellen Anforderungen an einen solchen Ofen machen den Auswahlprozess aufwändig. Die folgenden punkte dienen als Orientierungshilfe:

  • Bei der Auswahl eines Schwedenofens sollten Sie über ästhetische Aspekte hinaus vor allem auf die Produktqualität achten.
  • Der Kaminofen sollte über ausreichende Materialstärken und über einen großen Feuerraum verfügen.
  • Die Verbindungen zwischen einzelnen Bauteilen müssen stabil verschweißt sein. Kaminofen sollten über strecken- und nicht punktgeschweißte Schweißnähte verfügen.
  • Ein erstes Indiz für eine gute Ofenqualität stellt ein gewisses Eigengewicht eines Ofens von jedenfalls 150 bis 250 Kilogramm dar.

Lassen Sie sich gründlich bei der Auswahl eines Schwedenofens beraten. Berücksichtigen Sie insbesondere die statische Belastbarkeit Ihrer Wohnung und den Heizbedarf ihrer Wohnung. Wählen Sie einen qualitativ einwandfreien Schwedenofen aus.

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